Schon zur Halbzeitpause stand das Endergebnis von 2:0 fest – Zwei Elfmeter für TV
Hilpoltstein – Überraschend klar mit 2:0 besiegte der Kreisliga-Vierte TV Hilpoltstein den Tabellensechsten und Lokalrivalen DJK Untermässing. Die Gastgeber aus Hilpoltstein waren den ebenfalls ersatzgeschwächten Gästen in allen Belangen überlegen und gewannen verdient. Wegen der vielen ausgelassenen Tormöglichkeiten hätte der Sieg durchaus noch höher ausfallen können.
Da der TV Hilpoltstein in den letzten Spielen im Kampf um die Spitzenplätze in der Kreisliga Neumarkt Federn lassen musste und die Chance auf den Relegationsplatz vergab, ging es im Lokalderby gegen die DJK Untermässing um nichts mehr. Ein langweiliges Derby schien vorprogrammiert. Doch daraus wurde nichts.
Von Anfang an bemühte sich die Reitlinger-Elf, den wenigen Zuschauern durch druckvolles und durchdachtes Offensivspiel ein ansehnliches Spiel zu bieten, und stellte die Hintermannschaft der Gäste immer wieder vor Probleme. Georg Summersammer hielt Sigi Feuerstein fest, als dieser allein auf das DJK-Tor zulief, und brachte ihn zu Fall, doch die Pfeife von Schiedsrichter Schön (TSV Mörsdorf) blieb überraschenderweise stumm (14.). Eine Minute später sorgte wieder Feuerstein für höchste Gefahr im Untermässinger Strafraum, die Torwart Sven Herrmann nur durch ein Foul entschärfen konnte. Nun entschied der Referee richtigerweise auf Strafstoß, den Andreas Hölzel sicher zum verdienten Führungstreffer der Gastgeber verwandelte (15.). Einen Freistoß von Hölzel nahm Aljus Ramic direkt auf und schoss leider über das DJK-Tor (24.). Feuerstein, den sein Gegenspieler Summersammer nie in den Griff bekam, war es vorbehalten, den zweiten Hilpoltsteiner Treffer zu erzielen. Eine Flanke von Markus Bayer erreichte er vor Summersammer und Herrmann und traf aus 6 Metern Entfernung ins Tor (25.). Nun lief es richtig rund im Hilpoltsteiner Mittelfeld, so dass die Gäste viel zu sehr in der Defensive beschäftigt waren. Auch waren die beiden Donaubauer-Brüder bei der Hilpoltsteiner Abwehr in guten Händen und kamen zu keiner nennenswerten Gelegenheit in den ersten 45 Minuten. Weiter fiel auf, dass der urlaubsbedingte Ausfall des ehemaligen Hilpoltsteiners Alexander Wolfsteiner als kreativer und lauffreudiger Mittelfeldspieler auf Gäste-Seite nicht zu kompensieren war. Gegen Ende der ersten Hälfte hätte Feuerstein auf 3:0 erhöhen können, als er schon wieder seinen Gegenspieler genarrt hatte. Doch diesmal wehrte Herrmann seinen Schuss zur Ecke ab. Erst in der 43. Minute kam Untermässing durch einen Freistoß des Ex-Hilpoltsteiners Martin Meier zur ersten Torgelegenheit, doch David Aimann klärte zum Eckball.
Gerade einmal fünf Minuten waren in der zweiten Spielhälfte vergangen, als Routinier Wuni Ochsenkühn den aufgerückten Markus Bayer im Strafraum zu Fall brachte. Wieder entschied Schön zurecht auf Strafstoß, den Aljus Ramic jedoch nicht verwandeln konnte. Herrmann konnte den halbhoch in die Tormitte getretenen Ball mit den Händen abwehren und auch der Nachschuss wurde von ihm zur Ecke gelenkt (50.). Nichts war es mit dem dritten Treffer, der Hilpoltsteiner, die schon das Hinspiel mit 4:1 gewonnen hatten. Feuerstein sorgte immer wieder für höchste Gefahr im Untermässinger Strafraum. In der 58. Minute hätte er wohl besser selbst schießen sollen, als das Leder quer zu passen, wo es nur einen Untermässinger Abwehrspieler erreichte. Wenig später lief Jürgen Wild allein auf Herrmann zu, doch der Schlussmann blieb Sieger (59.). Mit Fehlpässen und einigen Ungenauigkeiten machten sich die Gastgeber ihr Spiel selbst schwer, obwohl sie oft nur knapp den dritten Treffer verpassten. So auch Markus Bayer, dessen Schuss Herrmann zur Ecke parierte (66.). Der eingewechselte Christian Hofmann setzte den ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Benjamin Haußner schön ins Szene. Sein Schuss ging jedoch knapp vorbei, ein Querpass auf den frei stehenden Bülent Yüca wäre erfolgversprechender gewesen (71.). Als sich auch Fehler in der Hilpoltsteiner Hintermannschaft einschlichen, kam Untermässing endlich zu Torgelegenheiten. Torwart Aimann war zu weit aus seinem Tor herausgelaufen und Jürgen Donaubauer versuchte es mit einem Schuss aus etwa 25 Metern, der jedoch nur knapp am Pfosten vorbei ging (72.). Wieder war es Aimann, der an einer Meier-Freistoßflanke vorbei flog und so Untermässing zum Toreschießen einlud. Doch die Gäste konnten das Geschenk nicht nutzen. Auf der Gegenseite zeigte sich sein Kollege Herrmann auf dem Posten, als er einen Schuss von Yüca hielt (81.). Ludwig Donaubauer verpasste den Ehrentreffer für die Gäste nur knapp in der 90. Spielminute, als er allein auf Aimann zulief. Doch Aimann ließ sich nicht überwinden und klärte zum Eckball. Ludwigs Bruder Jürgen traf in der Nachspielzeit nur noch das Außennetz.
Insgesamt gewannen die Hilpoltsteiner das Lokalderby verdient. Ihr Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, denn Untermässings Abwehr war vor allem mit dem quirligen Feuerstein häufig überfordert. Obwohl Hilpoltstein auf Stammspieler wie Patrick Hurka und verzichten musste, konnten die Gastgeber dieses Manko leichter kompensieren als die Gäste, denen ebenfalls wichtige Leistungsträger fehlten.
TV Hilpoltstein: David Aimann, Markus Bayer, Fritz Zeller (82., Matthias Heyder), Csaba Varadi, Stefan Regensburger, Andreas Hölzel, Jürgen Wild (60., Christian Hofmann), Aljus Ramic, Sigi Feuerstein, Thomas Brandl (70., Benjamin Haußner), Bülent Yüca, Sigi Feuerstein.